Als Orgelbauer nimmt der Elberfelder Johann Engelbert Teschemacher eine Sonderstellung ein. Handwerklich hoch talentiert, verstand er seine Arbeit als Ausdruck seiner besonderen Religiosität. Teschemacher gehörte zum Kreis der Pietisten u.a. um Tersteegen und Jung-Stilling, die eine Frömmigkeit praktizierten, in der sich die Erfahrung eigener Gnadenbedürftigkeit mit Gedanken der Mystik in eigenartiger Weise mischte. Ganz auf verinnerlichende Kontemplation ist dieses Glaubensleben gerichtet, und so hat Teschemacher auch seine überwiegend als Hausorgeln konzipierten Instrumente disponiert und intoniert: Nicht auf Lautstärke und Klangpracht kam es ihm dabei an, als vielmehr auf beruhigenden Wohlklang für das Innere Ohr und das Atmen der Seele. Die Arbeit bietet neben seiner Biographie eine vollständige Übersicht über alle bekannt gewordenen Teschemacher-Orgeln und deren Dispositionen.
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